Chronik

 

Die ersten Briefmarken der Welt erschienen am 6. Mai 1840 in Großbritannien; als erste deutsche Postverwaltung gab am 1. November 1849 das Königreich Bayern Briefmarken herausgab. Mit dem systematischen Sammeln von Briefmarken begann man vermutlich aber erst um 1860.

Anfang der 60er Jahre des 19. Jahrhunderts gab es die ersten Markenhändler, aus deren mit Preisen versehenen Verkaufslisten sich der Briefmarkenkatalog entwickelt hat. Die Kataloge dieser Zeit enthielten jedoch noch keine Preise. Den ersten Alle-Welt-Katalog gab Alfred Potiquet am 21. Dezember 1861 heraus; ihm folgte im Jahr 1864 in deutscher Sprache der Berger-Levrault des gleichnamigen Straßburger Druckereibesitzers, der auch in französischer Sprache verlegt wurde.

Am 15. Dezember 1862 erschien in Liverpool die erste philatelistische Fachzeitschrift der Welt, am 1. Mai 1863 wurde das Magazin für Briefmarkensammler, das erste Blatt in deutscher Sprache, herausgegeben.

In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts bildeten sich die ersten Briefmarkensammler-Vereine, die oft nur kurze Zeit bestanden. Im Jahr 1869 wurde in Heidelberg der erste deutsche Briefmarkenverein mit eigenem Vereinsorgan, dem Basar, gegründet, der jedoch nur etwas mehr als ein Jahr bestand. Weitere Vereinsgründungen folgten u.a. 1871 in Dresden und Berlin, 1872 in Hamburg, 1904 in Naumburg und im Jahr 1890 in Aachen.

Es fällt schwer, eine genaue Vereinsgeschichte der Briefmarkenfreunde Aachen zu erstellen, da das gesamte Vereinsarchiv im zweiten Weltkrieg verbrannt ist. Aus dem Gedankengut von Mitgliedern und mit Hilfe vieler Quellen wird hier versucht, die Vorkriegsgeschichte des Vereins und die Zeit kurz nach dem Zusammenbruch etwas aufzuhellen und bis heute zusammen zu tragen.

 

Das Gründungsjahr 1890

 

Auch in Aachen trafen sich Sammler in kleineren Gruppen oder beim Stammtisch zum Tausch von Briefmarken. Im Jahr 1890 entschlossen man sich zur Gründung eines Vereins. Das Gründungsprotokoll erschien im Illustrierten Briefmarken-Journal der Gebrüder Senf aus Leipzig vom 17. Mai 1890 unter der Rubrik Vereins-Bote auf Seite 153 nachzulesen: Unterm 29. März 1890 wurde in Aachen eine Vereinigung von Briefmarkensammlern unter dem Titel Aachener Briefmarken-Sammler-Verein gegründet, welcher bis jetzt 12 Mitglieder angehören. Als Vereinsvorsitzender wurde Wilhelm Plätzke gewählt (...).

Das Illustrierte Briefmarken-Journal war das gemeinsame Vereinsorgan vieler Briefmarkensammler-Vereine der damaligen Zeit, in dem die Berichte Über die Sitzungen der Vereine veröffentlicht wurden. Die weiteren Berichte Über Sitzungen des Aachener Briefmarken-Sammler-Vereins enthalten interessante Details aus dem Vereinsleben jener Zeit, z.B. dass man sich am ersten Mittwoch im Monat im Vereinslokal Hotel Fasshauer traf, dem späteren Hotel Vier Jahreszeiten am Kapuzinergraben, oder dass Tauschbögen erstellt wurden, die beim Kassenwart, das Stück zu 1 Pf, bezogen werden konnten, oder dass bei fast jeder Sitzung ein Kuvert mit Briefmarken gestiftet wurde, das zugunsten der Vereinskasse versteigert wurde.

 

Die Zeit bis 1893

In den ersten Jahren des Bestehens muss das Vereinsleben schon recht rege gewesen sein. Im Protokoll zur Generalversammlung vom 18. Januar 1893 ist nachzulesen, dass der 1. Vorsitzende Herr Wilhelm Plätzke seine ganz besondere Freude darüber ausdrückte, dass die Mitgliederzahl im letzten Jahr einen bedeutenden Zuwachs erhalten habe, er endete mit einem Hoch auf ein weiteres Blühen und Gedeihen des Vereins. Weiter ist zu lesen, dass sich 57 Rundsendehefte mit einem Gesamtwert von rund 37.000 Mark im Umlauf befanden; aus ihnen wurden 6.640 Briefmarken und 776 Ganzsachen umgesetzt, eine doch sehr interessante Feststellung für die Zeit der frühen Philatelie.

Als neues Vereinslokal wählte man im Jahr 1893 das Hotel Karlshaus. Man wollte sich vorläufig jeden 1. und 3. Dienstag eines jeden Monates beim Vereinsabend treffen. Später wechselte der Verein zum Hotel Berliner Hof, in dem man sich am 1. Freitag im Monat traf. (Der Wechsel war vielleicht durch den Umbau des Hotels Fasshauer im Jahr 1895 erforderlich.)

Die Zeitschrift Der Vereins-Bote bringt in der Ausgabe vom 17. Juni 1893 einen Bericht Über das 4. Stiftungsfest des Vereins im Hotel Karlshaus, an dem zahlreiche Gäste teilnahmen. Nach einem Souper wurden die eingegangenen Telegramme und Glückwunschschreiben verlesen und eine Gratis-Verlosung mit überaus schönen, von Mitgliedern gestifteten Preisen durchgeführt. Zugunsten der Vereinskasse fand eine Auktion von Marken und Ganzsachen nach amerikanischem Muster statt, die der Vereinskasse ein namhaftes Sümmchen einbrachte.

 

Die Zeit bis zur Jahrhundertwende

 

Bei der Generalversammlung am 20. Januar 1894 wurde von einem bedeutend gestiegenen Umlauf der Zusendungen mit entsprechend gestiegener Entnahme (ca. 10.000 Mark) berichtet, ein Beweis, wie sehr das Interesse gestiegen, so daß auch seltene und teuerste Objekte bei preiswerten Notierungen willige Abnehmer fanden. Man war auch mit dem gediegenen Inhalt des neuen Vereinsorgans Der Philatelist zufrieden. Im gleichen Heft ist zu lesen, (Originalzitat) ... dass es seit einem Jahr eine Sektion Aachen gibt, gebildet aus 14 Mitgliedern des Vereins Aachener Briefmarkensammler. Die Interessen beider Vereinigungen sind dieselben, die Sitzungen gemeinsam, ebenso das Vereins-Organ. Wenn auch der größeren Entwicklung der Sektion Aachen (als kleiner Verein) gewisse Grenzen gezogen sind, so betätigen diese Mitglieder in beiden Vereinigungen einen lobenswerten Eifer und bieten so die beste Bürgschaft zu fernerem treuen Zusammenhalten .......

 Beim VIII. Deutschen Philatelistentag 1896 in Köln, wurde der Bund deutscher und & Österreichischer Philatelisten-Vereine (am 21. Juni 1896) gründet; der Verein Aachener Briefmarken-Sammler wird unter den 55 Gründungsvereinen genannt. Im Laufe der Zeit traten immer mehr deutsche und &Österreichische Vereine dem Bund bei, der bis 1924 bestand. Ihm folgte dann der Bund deutscher Philatelisten-Verbände (im In- und Ausland), der den Zusammenschluss aller deutschen Postwertzeichenverbände bezweckte.

Im Internationalen Philatelisten-Adressbuch von 1898 findet sich der Eintrag Verein Aachener Briefmarken-Sammler mit den Angaben Eintrittsgeld (3 Mark), Jahresbeitrag (4 Mark) und als Vereins-Organ Philatelist. Berliner Briefmarken-Zeitung. Weiter sind einige der bedeutenden Sammler und Händler aus Aachen namentlich aufgeführt.

 

Die Zeit bis zum Zweiten Weltkrieg

 

Im Lehrbuch der Briefmarkenkunde von 1905, ein Hilfs- und Nachschlagebuch von Theodor Haas, verlegt durch die Gebrüder Senf, ist der Verein als einer der bekanntesten Vereine der Neuzeit mit seinem Gründungsdatum aufgeführt.

In den Jahren bis zum zweiten Weltkrieg entwickelte sich ein sehr aktives Vereinsleben. Man traf sich nicht nur zu Tauschtagen, sondern auch wiederholt bei geselligen Abenden. Der erste Vereinsvorsitzende, Herr Wilhelm Plätzke, wurde am 2. Januar 1906 zum Ehrenvorsitzenden ernannt, ihm folgte als Vorsitzender Herr C. Baucharo. Im Laufe der Zeit und mit dem Zeitgeschehen selbst wuchsen und fielen die Mitgliederzahlen des Vereins.

Herr Verlagsdirektor Gustav Rehnisch (* 01.04.1874), der als Junge die Gründung des Briefmarkenvereins miterlebt hatte, erzählte bei einem Gespräch im August 1964 voller Stolz vom früheren sehr aktiven Vereinsleben, von den zahlreichen geselligen Treffen, die sich oft wiederholten, und von den vielen Ausstellungen, die vom Verein in der Zeit bis zum zweiten Weltkrieg veranstaltet wurden. Die letzte Ausstellung vor dem Krieg soll im Jahre 1935 stattgefunden haben

Bis 1938 gab es in Deutschland zwei Philatelie-Verbände: die Deutsche Sammler-Gemeinschaft (DSG) und der Reichsbund Deutscher Philatelisten. Während man den Reichsbund weiter bestehen ließ, wurde die DSG kurzerhand in die NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude Übernommen und in der Abteilung IVa, Sachgebiet Geselligkeit eingegliedert. Die Vereinsstrukturen blieben Äußerlich bestehen, aber die Vorsitzenden wurden zu Statisten degradiert.

Nach der Eingliederung des Sudetenlandes und &Österreichs (13.03.1938) gab es eine neue Ordnung des Organisationsapparates. An der Spitze stand der Reichssammlerwart Ernst Overmann. 1944 gab es 47 Gaue; der 12. Gau war Köln-Aachen mit dem Gausammlerwart Philipp Heidenberger aus Köln. Jeder Kreis hatte seinen Kreissammlerwart, für die Briefmarkengilde war es wohl Martin Klein, wohnhaft in der Lützowstrasse 13. Die Sammlerwarte hatten die Aufgabe, die Vereine politisch auszurichten. Die Tauschveranstaltungen wurden dazu benutzt, politische Parolen zu verbreiten. Durch die Mitgliedschaft bei Kraft durch Freude mussten die Mitglieder unter anderem auch für das Winterhilfswerk sammeln.

 

Die Jahre von 1940 bis 1945

 

Leider wurde der erfolgreichen Vereinstätigkeit durch den zweiten Weltkrieg ein jähes Ende gesetzt. Das 50-jährige Vereinsjubiläum konnte im Jahr 1940 nicht gefeiert werden, da es in diese düstere Zeit fiel. Der Krieg ist nicht nur am Tod zahlreicher Vereinsmitglieder schuld, er vernichtete auch die gesamten Unterlagen des Vereins. In den Bombennächten des Jahres 1941 wurde das Vereinshaus Haus Germania völlig zerstört; die dort befindlichen Werte, Akten, Protokolle, Geräte und die Literatur des Vereins wurden ein Raub der Flammen, eine geregelte Vereinsarbeit konnte nicht mehr stattfinden.

In den Jahren 1941 bis 1943 zählte der Verein noch 81 aktive Mitglieder, die sich regelmäßig zu den Versammlungen einfanden. Einberufungen zum Wehrdienst dezimierten die Reihen der Mitglieder; die Evakuierung 1944 zerstreute einen weiteren Teil der Sammler. Herr Gustav Rehnisch war bis Kriegsende 1945 Vorsitzender der Briefmarkengilde, wie sich der Verein inzwischen nannte.

Was aber Vereinstreue bedeutet, bewiesen die wenigen in Aachen verbliebenen Mitglieder, die sich letztmals im Frühjahr 1945 im Rosenhau in Burtscheid trafen und von einem Vereinsgänner zu einem Erbsensuppen-Essen mit Eisbein eingeladen wurde ohne Marken, versteht sich.

 

Neuanfang in Aachen

 

Durch Kriegseinwirkungen, Bombenangriffe und Diebstahl waren viele Marken und Sammlungen vernichtet, oder verloren gegangen. Nach dem Zusammenbruch versuchte mancher Sammler in der damaligen schweren Zeit, sich durch den Verkauf seiner Sammlung oder Teilen daraus eine Zeit lang Über Wasser halten zu Können. Dadurch mussten später viele der Älteren Sammler wieder von vorne anfangen.

Bereits kurz nach Kriegsende und Rückkehr aus Evakuierung und Kriegsgefangenschaft trafen sich wieder Sammler in kleineren Gemeinschaften. Marken und Ganzsachen wurden, soweit noch vorhanden, getauscht. Auch in Aachen nahm eine kleine Gruppe die Vereinstätigkeit wieder auf, ließ den Verein Briefmarkengilde wieder aufleben und gab sich eine neue Satzung. Bei der Neugründung im Jahr 1946, bei der die Herren Franz Bleilefens, Breuer, Claßen, Ernst, Hammers, Klein, Enno Kuhlow und Neuß anwesend waren, wurde Herr Franz Bleilefens zum 1. Vorsitzenden und Herr Enno Kuhlow zum Schriftführer und Kassierer gewählt. Die Zahl der Mitglieder stieg schnell an. Dies Zwang zum mehrmaligen Wechsel der Versammlungsstätte. Die nächste Klippe war die Währungsreform in den drei Westzonen; am 21. Juni 1948 gab es wieder neues, gutes Geld, das mehr zum täglichen Lebensunterhalt, als zum Briefmarkenkauf ausgegeben wurde.

Dem langjährigen Vorsitzenden des Vereins vor dem Krieg, Herrn Gustav Rehnisch, wurde der Ehrenvorsitz und die Ehrenmitgliedschaft des Vereins in Würdigung seiner besonderen Verdienste um die vielseitigen Belange der Philatelie und als unermädlicher Förderer der Aachener Briefmarkenfreunde angetragen, die er gerne annahm. Aus seinem Gedankengut stammen viele Details zur Vorkriegsgeschichte des Vereins, die er, 90-jährig, bei einem Gespräch im August 1964 seinem Gesprächspartner, dem damaligen 1. Vorsitzenden Herrn Gerhard Müller, mitteilte.

Erstmals nach dem Krieg wurde am 26. Oktober 1947 wieder der Tag der Briefmarke begangen. Die Hauptverwaltung der Deutschen Post in Frankfurt/Main genehmigte einen einheitlichen Serien-Sonderstempel, der u.a. auch beim Postamt Aachen 1 geführt wurde.

Im Jahr 1948 Übernahm Herr Klein den Vorsitz. Dem Verein wurde der neue Name Briefmarkenfreunde Aachen gegeben. Im gleichen Jahr entstand eine Jugendgruppe des Vereins; sie löste sich zwar Mitte der 60er Jahre auf, lebte aber im Herbst 1975 wieder auf.

Im Jahr 1950 richteten die Briefmarkenfreunde Aachen ihre erste Briefmarkenausstellung nach dem Krieg aus. Mit dieser Ausstellung konnten die Briefmarkenfreunde wieder die Aufmerksamkeit der Sammler auf sich lenken.

 

Die Jahre 1951 bis 1955

 

Die Zahl der Mitglieder wuchs ständig. Im Jahr 1952 zählte der Verein bereits 60 Senioren; dazu kamen noch circa 25 Jugendliche der Jugendgruppe. Den Vorsitz des Vereins Übernahm im Jahr 1953 Herr Erich Fischer, Schriftführer wurde 1955 Herr Willy Hinderichs.

Der am 11. Oktober 1953 in Aachen abgehaltene Landesverbandstag brachte eine groß angelegte Werbung für die Arbeitsgemeinschaft Neues Handbuch der Briefmarkenkunde und damit auch für die Philatelie und ihre Literatur. Wie hieß doch das Motto:

Literatur und Presse sind wesentliche Stützpunkte der Philatelie!

 

Die Jahre 1956 bis 1959

 

Am 13. und 14. Oktober 1956 fand im neuen Hörsaalgebäude der RWTH Aachen die erste Landesverbands-Ausstellung im Rang 3 statt, verbunden mit einer großen Internationalen Philatelisten-Tagung. Die Initiative für diese erste große Ausstellung des Aachener Vereins und die Organisation lag im Wesentlichen in den Händen von Herrn Enno Kuhlow, obwohl er inzwischen die Posten im Verein wegen seines Geschäftes aufgegeben hatte. Der Verein war zu der Zeit beinahe mittellos und nicht in der Lage, eine solche Ausstellung durchzuführen. Herr Enno Kulow besorgte die Werbung und hat alle anderen Unkosten abgedeckt. Diese Ausstellung erwies sich als überraschend vielseitig, sie brachte dem Verein neue Mitglieder und Briefmarkenfreunde.

 

Am 14. Oktober 1956 wurde vom Landesverband Mittelrhein in Anwesenheit von Sammlern aus Vereinen des grenznahen Bereiches Belgiens, der Niederlande und der Bundesrepublik einstimmig die Gründung des Grenzland-Ringes beschlossen; an der Gründung war Gerhard Müller maßgeblich beteiligt. Später erhielt der Ring den Namen INTERPHIL e.V., dessen deutscher Präsident seit 18. September 1966 Herr Gerhard Müller und dessen Schriftführer Herr Willy Hinderichs waren. Der Zusammenschluss sollte Kontakte und gegenseitiges Verstehen zwischen den Menschen dieser drei Länder Über die trennenden Schlagbäume hinweg fördern. In Orten dieser Länder, auch in Aachen, wurden unter dem Namen INTERPHIL wechselseitig Tagungen und Veranstaltungen durchgeführt, die stets gut besucht waren. Ein Meilenstein grenzüberschreitender Philatelie war gesetzt; Grenzbäume hatten für die Philatelie ja nie existiert. Die Grundidee der INTERPHIL ist durch die Bildung eines Vereinten Europas mit seinen Grenz- und Zollerleichterungen jedoch heute bereits Geschichte.

Herr Erich Fischer, seit 1953 Vorsitzender des Vereins, stellte sein Amt im Jahr 1957 wegen beruflicher Berlastung zur Verfügung. Am 28. Juli Übernahm Herr Gerhard Müller, Sonderschulrektor, das Amt des 1. Vorsitzenden. Unter seiner dynamischen Führung, die immer wieder zu neuen Leistungen anspornte, erlebte der Verein eine ständige Aufwärtsentwicklung. Die Briefmarkenfreunde Aachen wurden zu einem der mitgliederstärksten Vereine des Landesverbandes Mittelrhein e.V., dem heutigen Philatelistenverband Mittelrhein e.V.; er entwickelte sich zu einer Gemeinschaft, die auch über die Grenzen des Landesverbandes hinaus an Ansehen gewann. Als Mitglied und Sprecher des Beirates des Landesverbandes war Herr Gerhard Müller dort stets auf das Wohl unseres Vereins bedacht und vertrat auch dort die Belange der Briefmarkenfreunde Aachen.

Die Briefmarkenfreunde Aachen fanden als Arbeitsgemeinschaft für Philatelie Aufnahme bei der Volkshochschule Aachen und Können sich bis heute der Unterstützung durch die Volkshochschule Aachen erfreuen.

Die RWTH Aachen hatte lange Zeit ein offenes Ohr, wenn es um die Suche nach Räumen ging. Sie bot dem Verein eine neue Versammlungsmöglichkeit in einem Zeichensaal des Hauptgebäudes. Dort trafen sich an jedem 2. und 4. Sonntag im Monat eine stattliche Zahl Mitglieder, Freunde und Gäste, um sich fleißig der gemeinsamen Liebhaberei zu widmen. Nicht nur ältere Jahrgänge, auch Jugendliche sah man beim Briefmarkentausch und beim Austausch von Wissenswertem.

Auf der Mitgliederversammlung am 24. Mai 1959 wurde dem bestehenden Vereinsnamen das Gründungsjahr 1890 und am 21. Januar 1960 durch Eintragung in das Vereinsregister das.V. angefügt. Seit diesem Datum trägt der Verein des Namen Briefmarkenfreunde Aachen 1890 e.V.

 

GRENZPOSTA 1960

 

Nach kleineren Ausstellungen in den vergangenen Jahren wagte man sich vom 4. bis 13. März 1960 zum 70-jährigen Vereinsjubiläum unter dem Namen GRENZPOSTA 1960 an eine Rang 2 Ausstellung mit internationaler Beteiligung im Gebäude der RWTH, mit der die Briefmarkenfreunde Aachen einem weiten Kreis ihr Wirken und Schaffen präsentieren wollten.

In dieser Ausstellung stellten nicht nur Sammler aus der Bundesrepublik, sondern auch aus Belgien, Luxemburg, Frankreich, den Niederlanden, Polen, der Schweiz und Südafrika ihre Sammlungen aus. Den Preisrichtern stellten sich 107 Sammlungen und 41 Literaturobjekte im Wettbewerb zur Bewertung. Den Besuchern boten sich in abwechslungsreicher Folge General-, Spezial- und Motivsammlungen. Diese Ausstellung fand nicht nur in der Presse des Bundesgebietes ein Überaus gutes und positives Echo, sondern auch in der ausländischen Presse.

Der Ausstellung waren eine Sonderschau des Grenzland-Ringes INTERPHIL und der St. Gabriel Gilde angeschlossen. Gleichzeitig fanden der Landesverbandstag 1960 am 13.03., ein INTERPHIL-Großtauschtag und eine Auktion der Firma Derichs, Köln statt. Während der Dauer der Ausstellung hielten verschiedene Arbeitsgemeinschaften ihre Tagungen ab.

 

Die Jahre 1961 bis 1964

 

Im März 1960 zählte der Verein 96 aktive Mitglieder, im Jahr 1965 war die Mitgliederzahl auf 120 Aktive angewachsen und 1970 auf 163 Mitglieder. Getauscht wurde bis zum 30. April 1963 im Saal des Kolpinghauses und ab 12. Mai 1963 im Lokal Bürgerbräu in der Jakobstraße.

 

AQUISGRANA 1965

 

Die Ausstellung "AQUISGRANA 1965� Die Welt der Philatelie mit internationaler Beteiligung zum 75-jährigen Vereinsjubiläum war zweifellos ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Aquisgrana ist der lateinische Name für Aachen.

Vom 12. bis 21. März sah man im Auditorium Maximum der Rheinisch Westfälischen Hochschule eine Rang 2 Ausstellung, wie sie wohl für Aachen bis dahin einmalig war. Die Ausstellung stand unter dem Patronat Seiner Durchlaucht, Fürst Franz Josef von Thurn und Taxis. Mitglieder und Ausstellungsleitung unter dem Vorsitz von Herrn Gerhard Müller leisteten eine einzigartige Teamarbeit, die allerdings letzten Einsatz von Jedem verlangte. In der Ausstellung waren 215 hervorragende Ausstellungsobjekte zu sehen; angegliedert war eine Klasse Philatelistische Literatur und Presse, in der 42 Exponate für philatelistische Literatur und Zeitschriften vertreten waren. In den Sonderschauen und in der Ehrenklasse wurden bedeutende philatelistische Sammlungen gezeigt.

Gleichzeitig fand am 21. März der Landesverbandstag 1965 statt, auf dem Herr Alois W. Bürgershausen einen Vortrag über den Kunstbeirat der Deutschen Bundespost gehalten hat. Neben einer Auktion der Firma Friebel fanden weitere Veranstaltungen statt.

Im Rahmen eines Festabends erfolgte die Verteilung der Urkunden, Medaillen und Preise. Der Festabend im Kurhotel Quellenhof, bei dessen Gestaltung Kräfte des Aachener Stadttheaters mitwirkten, war ein gelungener Abschluss der Veranstaltungen.

 

Die Jahre 1966 bis 1969

 

In diese Zeit füllt der Beginn der Städtepartnerschaft zwischen Aachen und Reims. Die Partnerschaft wurde am Karlsfest, dem 28. Januar 1967, in Aachen verkündet und am 30. September 1967 in Reims feierlich bestätigt. Auch die Briefmarkenfreunde Aachen griffen den Gedanken der Völkerverständigung sofort auf, nahmen an den Feierlichkeiten in Aachen und Reims teil und schlossen Freundschaft mit dem Club Philat�lique R�mois. Beim Besuch in Reims fand am 30. September und 1. Oktober 1967 auch der 1. Philatelistentag Reims-Aachen statt. Die Briefmarkenfreunde betraten mit der Partnerschaft ein neues Gebiet ihrer philatelistischen Arbeit. Das Postamt in Reims hatte zur Werbung einen Maschinen-Werbestempel verwendet.

Der Gegenbesuch der Reimser Philatelisten in Aachen erfolgte am 25. und 26. Mai 1968. Mit den Freunden aus Reims wurde der 2. Philatelistentag Aachen-Reims mit einer Werbeausstellung organisiert. Ein Sonderpostamt führte einen Sonderstempel mit den Abbildungen Karls des Großen und Bischofs Remigius. Man gab sich viel Mühe, die Gäste aus Reims herzlich aufzunehmen. In den folgenden Jahren erfolgten weitere Besuche bzw. Gegenbesuche zwischen Sammlern der beiden Briefmarkenvereine und ihren Familienangehörigen. Es entwickelten sich Freundschaften, die Über viele Jahre gepflegt wurden.

 

Ausstellung 1970

 

Die nächste Wettbewerbs-Ausstellung fand am 21. und 22. März 1970 aus Anlass des 80 jährigen Bestehens des Vereins im Haus des Deutschen Ostens statt. Diese Rang 3 Ausstellung war ein Leistungsbeweis unseres Vereins. Die gezeigten 38 Ausstellungsobjekte, die schon mehrfach prämiert wurden, kamen aus den Reihen der Mitglieder unseres Vereins. Gleichzeitig wurde am 22. März der Landesverbandstag 1970 abgehalten. Daneben gab es drei Sonderschauen, und zwar eine INTERPHIL- und zwei Münzausstellungen.

Im gleichen Jahr fand noch ein Großtauschtag statt.

In unserem Verein gehören etliche Mitglieder schon seit langen Jahren Arbeitsgemeinschaften an bzw. arbeiten dort aktiv mit. Ihre schriftlichen Beiträge werden lobend anerkannt.

 

Die Jahre 1971 bis 1974

 

In den Jahren 1971 und 1972 wurden weitere Großtauschtage durchgeführt.

 

Wegen zu vieler Aufgaben und Ämter gab im Jahr 1972 der langjährige erste Vorsitzende, Herr Gerhard Müller, sein Amt ab. Zum neuen Vorsitzenden wurde am 19. Januar 1972 Herr Hubert Hocks gewählt, der den Verein bis zum Jahre 1976 führte. Der Verein zählte 143 Mitglieder. Dem scheidenden Vorsitzenden hat der Verein die Ehrenmitgliedschaft angetragen und ihn zum Ehrenvorsitzenden ernannt; Herr Müller nahm die Ehrungen an.

In der Jahreshauptversammlung 1974 wurde nach Überarbeitung der alten die noch heute gültige Neufassung der Vereinssatzung beschlossen. Sie wurde mit Datum 16. Januar 1974 vom Vereinsregister Aachen anerkannt.

Am 12. Mai 1974 wurde im früheren Burtscheider Rathaus eine Briefmarken-Werbeschau veranstaltet, bei der auch Sammler aus Reims ihre Exponate zeigten. In der Hauptpost hatte die französische Post einen Schalter eingerichtet, an dem man französische Marken und philatelistisches Material kaufen konnte. Bei einem Großtauschtag konnten die Sammler so manches schöne Stück für ihr Hobby finden.

 

APOSTA 1975

 

Im Jahre 1975 richtete der Verein vom 20. bis 23. März die Rang 2 Ausstellung POSTA75 mit internationaler Beteiligung im Audimax der RWTh aus. Anlass war das 85-jährige Vereinsjubiläums. Gezeigt wurden insgesamt 134 Sammlungen, mit 13 Jugendsammlungen und 13 Literaturexponaten; außer Wettbewerb wurde eine Spanienforschungs-Sammlung präsentiert. Verbunden mit der Ausstellung fand am 23. März 1975 der Landesverbandstag im Haus des Deutschen Ostens statt, bei dem der Vorstand des Landesverbandes neu gewählt wurde. Gast auf dem Landesverbandstag war u.a. der Oberbürgermeister der Stadt Aachen, Herr Kurt Malangri. Im Rahmen der Ausstellung fanden Tagungen in verschiedenen Hotels, ein Großtauschtag im Audimax und ein Festabend im Haus des Deutschen Ostens statt. Die Ausstellung INTERPHIL mit ihrem Rahmenprogramm wurde ohne Zweifel wieder ein voller Erfolg für den Verein.

Die Tauschtage des Vereins fanden in dieser Zeit am zweiten und vierten Sonntag im Monat im Auimax der RWTh, Wüllnerstraße, statt.

 

Jugendgruppe

 

Nach dem Krieg entstanden im Raum Aachen-Köln die Jugendvereinigungen des Landesverbandes Mittelrhein, die einer besonderen Fachstelle Jugend unterstellt waren. Am 13. März 1960 wurde in Aachen dann der Ring Jugendlicher Philatelisten Mittelrhein gegründet, der später den Namen Landesring Mittelrhein e.V. der Deutschen Philatelisten-Jugend e.V. erhielt.

Die Jungen Briefmarkenfreunde Aachen hatten sich als Jugendgruppe im Jahr 1948 gebildet. Ihr erster Leiter war Herr Enno Kuhlow, dem im Jahr 1953 Herr Gerhard Müler, am 15. Januar 1959 Herr Lubos und am 15. Februar 1962 Herr Manfred Schmitz folgten. Im Jahr 1952 zählte die Gruppe bereits 25 begeisterte junge Sammler, im Jahr 1965 gehörten ihr 35 Mitglieder an. Aus zeitbedingten Gründen läste sich die Gruppe aber Mitte der sechziger Jahre wieder auf.

Im Herbst 1975 wurde die Jugendgruppe unter dem Namen Jungen Briefmarkenfreunde Aachen im Landesring Mittelrhein e.V. erneut ins Leben gerufen; ihr Leiter war Herr Richraths, dem am 1. Januar 1979 Herr Robert Schröter und vom 1. April 1987 Herr Konrad Krämer folgte. Die Jungen Briefmarkenfreunde waren sehr aktiv und Können viele Erfolge aufweisen. Sie knüpften schon frühzeitig freundschaftliche Kontakte zu Jugendlichen in Belgien und in den Niederlanden. Die Gruppen besuchten sich gegenseitig zu Ausstellungen, zum sportlichen Wettstreit und zu gemeinsamen Veranstaltungen. Doch auch diese neue Jugendgruppe schlief wieder ein, obwohl weitere Versuche zum Wiederaufleben der Jugendarbeit unternommen, aber ergebnislos.

 

Die Jahre 1976 bis 1979

 

Am 15 Januar 1976 Übernahm Herr Gerhard Müller wieder als Vorsitzender die Leitung des Vereins.

Bei einer Briefmarken-Werbeschau am 15. Mai 1977 in der Hauptpost zeigte sich der Verein wieder in der &Öffentlichkeit und warb für die Philatelie.

Zum 10-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Aachen Reims traf man sich am 25. September 1977 in Aachen mit Reimser Freunden. Ausgerichtet wurde aus diesem Anlass eine Briefmarken-Werbeschau im Schwertbad in Aachen-Burtscheid. Gleichzeitig fand in der Mehrzweckhalle in Aachen-Haaren ein INTERPHIL-Großtauschtag statt, bei dem auch Händlern Tische zur Verfügung gestellt wurden.

Vom 30.09.bis 08.10.1978 veranstaltete die Stadt Aachen eine Belgien-Woche. Aus diesem Anlass richtete der Verein im September eine Werbeschau wieder im Schwertbad in Aachen-Burtscheid aus; gezeigt wurden Belgiensammlunge

Am 29. Oktober 1978 richtete der Verein den Tag der Briefmarke 1978 aus, zu dem beim Postamt Aachen ein offizieller Sonderstempel geführt wurde.

An der Hobby-Freizeit-Touristik-Ausstellung vom 1. bis 4. März 1979 im Eurogress Aachen beteiligte sich der Verein mit einer Briefmarken-Werbeschau verbunden mit einem Großtauschtag. Im gleichen Jahr folgte vom 11. bis 19. August eine Werbeschau anlässlich der Heiligtumsfahrt; es wurden christliche Motive ausgestellt.

Die Aachener Briefmarkenvereine beteiligten sich an der Ausrichtung der Rang 3 Ausstellung am 10. und 11. November 1979 in Monschau, die mit einem INTERPHIL-Großtauschtag verbunden war. Die Ausstellung erinnerte an Prof. Erwin Bruno Christoffel, Mathematiker (*10.11.1829, 15.3.1900)

Vom 5. bis 9. März 1980 fand im Eurogress Aachen wieder eine Hobby-Ausstellung statt. Der Verein beteiligte sich auch diesmal mit einer Werbeschau nebst Großtauschtag am Samstag und Sonntag an der Veranstaltung.

Für den 22. und 23. März 1980 wurden die Reimser Freunde wieder nach Aachen eingeladen.

 

AIXPO '80

 

Die Briefmarkenfreunde Aachen feierten im Jahr 1980 ihr 90-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde der 34. Bundestag des Bundes Deutscher Philatelisten e.V. und der 81. Deutschen Philatelistentag in die Kaiserstadt geholt verbunden mit der Rang 2 Ausstellung AIXPO '80. Ausrichter der AIXPO '80 waren die Briefmarkenfreunde Aachen 1890 e.V. unter Herrn Gerhard Müller, für die Bundesveranstaltung die Aachener Philatelisten und Geldwertzeichen Sammler e.V. unter Herrn Wilhelm van Loo verantwortlich. Die Veranstaltungen standen unter dem Motto: prudelnde Vielfalt für die 80er Jahre in Postgeschichte und Philatelie.

Es wurde vieles geboten: In der Ausstellung AIXPO '80 wurden 130 Sammlungen und 6 Literaturobjekten gezeigt. Bei Tauschveranstaltungen konnten ca. 30 Händlerstände besucht und die Stände verschiedener Fachverlage angesteuert werden. Mehrere Postverwaltungen hatten Verkaufs- und Informationsstände aufgebaut. Fleißige Postbeamte versahen unentwegt Sammlerpost mit den Sonderstempeln. Aber auch Autogramme von Spitzensportlern konnten mitgenommen werden. Der in der Verbandspolitik tätige Sammler suchte das Gespräch in den Arbeitsgemeinschaften, in denen Diskussionen und Referate das Bild bestimmten. Der Festvortrag beim Philatelistentag, den Herr Prof. Dipl.-Ing. Wigand Bruns, Aachen, mit dem Titel Grenzüberschreitender Postverkehr im 19. Jahrhundert, dargestellt am Beispiel des Grenzpostamtes Aachen hielt, fand den Beifall der Versammelten.

Auch die leichte Muse hatte in Aachen für die Philatelisten etwas zu bieten. Am Samstagabend vergaßen die Sammler für einige Stunden ihr Steckenpferd und ließen sich vom Aachener Domgrafen-Ensemble in die Welt der Musik entführen. Sketche, Showauftritte und eine Tombola rundeten den gelungenen Abend ab. Die Gäste erhielten als Präsent u.a. ein Bierglas mit dem Bild eines Postboten. Es war wieder ein großes Ereignis in der Vereinsgeschichte der Briefmarkenfreunde Aachen.

 

Die Jahre 1981 bis 1984

 

Auch in den folgenden Jahren wurden mehrere Briefmarken-Ausstellungen zu verschiedenen Anlässen veranstaltet, zum Teil mit Großtauschtag und mehrmals unter dem Namen AIX TIME. Es begann am 11. und 12. April 1981 mit einer Briefmarken-Werbeschau im CITY-Center Aachen. Am 25. und 26. April richteten die Jungen Briefmarkenfreunde den Tag der Jungen Briefmarkensammler" mit einer Rang 3 Ausstellung aus. Anlass war das 25-jährige Jubiläum der Deutschen-Philatelisten-Jugend e.V. Am 28. und 29. November 1981 folgte die AIX TIME mit Briefmarken-Werbeschau und Großtauschtag, bei der ein Sonderpostamt einen Sonderstempel führte. Die Deutsche Sporthilfe war mit einem Informationsstand vertreten, an dem Autogrammstunden mit Spitzensportler stattfanden. Stände des Landesverbandes der Gesellschaft für Deutsche Postgeschichte, der offiziellen Agentur Israel und von Händlern rundeten die Veranstaltung ab.

Am 13. September 1981 bezogen wir zum ersten mal unser neues Tauschlokal in der MENSA der Fachhochschule, Bayernallee 7.

Vom Landesverband Mittelrhein e.V. wurde am 24.04.1982 die Anlegung eines Ehrenbuch der Philatelisten im Landesverband Mittelrhein e.V. beschlossen. Unter den ersten Philatelisten wurden am 17.04.1983 beim LV-Tag in Geilenkirchen Herr Wigand Bruns, Aachen, eingetragen; Herr Gerhard Müller folgte am 20.04.1986 beim LV-Tag in Rheinbach.

Anlässlich der Verleihung des Internationalen Karlspreises der Stadt Aachen an Seine Majestät Juan Carlos I, König von Spanien, am 20. Mai 1982 wurde im Haus Löwenstein eine Briefmarken-Werbeschau aufgebaut. Auch im Jahr 1982 gab es am 4. und 5. Dezember wieder eine Briefmarken-Werbeausstellung unter dem Namen AIX TIME.

In den Räumen der Volkshochschule wurde am 10. September 1983 eine Briefmarken-Werbeschau präsentiert. Auch die Jungen Briefmarkenfreunde waren nicht untätig. Sie richteten am 22. und 23. Oktober 1983 eine Rang 2 Ausstellung in der Schule Kennedypark aus. Im gleichen Jahr lockte am 5. und 6. November die Briefmarken-Werbeschau AIX TIME mit Großtauschtag wieder viele Sammler nach Aachen.

Während der AIX TIME schlossen sich am 6. November 1983 Vereine der Gebiete Aachen, Düren und Heinsberg zur Interessengemeinschaft der Philatelistenvereine im Großraum Aachen zusammen. Dieser Zusammenschluss sollte unter anderem zum besseren gegenseitigen Kennen lernen beitragen, die Zusammenarbeit der Vereine fördern und zu einer Koordinierung der jährlichen Termine führen.

 

AIXPO '85

 

Der Verein richtete anlässlich seines 95. Geburtstages am 13. und 14. April die AIXPO '85 aus, eine Wettbewerbs-Ausstellung im Rang 3 mit Großtauschtag, auf der sich 56 Sammlungen und 4 Literaturobjekte im Wettbewerb präsentierten. Gleichzeitig hielt der Landesverband Mittelrhein e.V. seinen Landesverbandstag ab; die Motivgruppe Trachten-Folklore-Völkerkunde" wurde gegründet.

Am 9. und 10 November 1985 machten auch die Jungen Briefmarkenfreunde wieder auf sich aufmerksam; sie richteten eine Mini-Ausstellung aus.

 

Die Jahre 1986 bis 1989

 

Auf dem Landesverbandstag in Herzogenrath am 12. April 1987 wurde der Katalog zur Ausstellung AIXPO '85 vom Landesverband als bester Ausstellungskatalog des Jahres 1985 mit einer Prämie ausgezeichnet.

Die Jungen Briefmarkenfreunde Aachen veranstalteten am 7. und 8. März 1987 eine Briefmarken-Ausstellung im Rang 2 als Bilaterale Ausstellung Belgien - Bundesrepublik Deutschland, bei der sich 65 Sammlungen präsentierten.

Im Jahr 1987 bestand die Partnerschaft zwischen Aachen und Reims 20 Jahre. Vom 1. bis 3. Mai 1987 fand in Aachen eine Briefmarken-Werbeschau statt; an diesen Tagen besuchten uns Freunde aus Reims, um gemeinsam mit uns diesen Jahrestag zu feiern. Die Feier in Reims erfolgte vom 2. bis 4. Oktober 1987.

Zum Tag der Briefmarke 1988 richteten die Jungen Briefmarkenfreunde Aachen eine Rang 3 Ausstellung aus. Sie hatten dazu die Briefmarkenvereine Aachens eingeladen, ihren Verein in der Ausstellung und im Ausstellungskatalog zu präsentieren, um so gemeinsam für die Philatelie zu werben und zur Zusammenarbeit anzuregen.

 

ACCENTA AACHEN 1990

 

Die Briefmarkenfreunde Aachen 1890 e.V. wollen mit ihrer Jubiläums-Wettbewerbs-Ausstellung im Rang 2, die unter dem Namen ACCENTA AACHEN vom 20. bis 22. April 1990 ausgerichtet wird, die Vielfalt der Philatelie zeigen. Sie hoffen, bei Besuchern Interesse an der Philatelie zu wecken und neue Freunde für unser Hobby zu gewinnen. Vor allem möchte sie die Jugend und deren Förderer ansprechen und zum Sammeln anregen. Schon Goethe soll ja gesagt haben:

Sammler sind glückliche Menschen!

 

Bitte an die Leser:

Der Chronist bittet die Leser dieser Zeilen bei den Nachforschungen Über den Verbleib von Unterlagen zur Vereinsgeschichte behilflich zu sein und mitzuhelfen, die bestehenden Lücken zu füllen.


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